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Zahnarztphobie – was tun?

Der Besuch in der Zahnarztpraxis ist ein Termin, dem nur wenige besonders freudig entgegensehen. Was jedoch, wenn die Angst überhandnimmt und Termine aufgrund der Zahnarztphobie zum emotionalen Ausnahmezustand oder gar einer gänzlichen Vermeidung der zahnärztlichen Betreuung führen? Als Zahnarzt für Angstpatienten in Berlin, erklären wir, wie sich die Zahnarztphobie lindern lässt und was Patienten und Patientinnen selbst zum entspannteren Besuch beitragen können.

Verängstigte Frau in der Zahnarztpraxis
Prostock-studio – stock.adobe.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Zahnarztphobie kann neben dem subjektiven Grübeln auch zu vegetativen Beschwerden wie Kaltschweiß, Zittern und Herzrasen führen.
  • Auf Phobiker und Phobikerinnen spezialisierte Praxen überzeugen mit einer sensibleren Herangehensweise.
  • Entspannungstechniken, aber auch eine adäquate Zahnpflege zu Hause können die Angst vor dem Zahnarztbesuch lindern.

Wie äußert sich eine Zahnarztphobie?

Bei Angst handelt es sich um ein subjektives Gefühl. Betroffene grübeln oftmals Tage, wenn nicht gar Wochen vor dem Zahnarztbesuch. Nicht selten kommt es auch zum Vermeidungsverhalten, sodass die zahnärztliche Betreuung in schweren Fällen jahrelang ausbleibt. Kurz vor oder während dem Termin sind auch vegetative, also körperliche, Symptome wahrnehmbar. Dazu gehören bei Phobikern und Phobikerinnen insbesondere Herzrasen, vermehrtes Schwitzen sowie motorische Unruhe, die sich beispielsweise durch Zittern bemerkbar macht.


Zahnarztbesuche nicht meiden

Angst kann chronisch werden. So kann es passieren, dass Angstpatienten und -patientinnen jahrelang den Besuch beim Zahnarzt oder der Zahnärztin meiden und sich etwaige Beschwerdenzunehmend verschlechtern, bis es womöglich gar zum Zahnverlust kommt. Damit das nicht passiert, ist es entscheidend, dass Sie sich frühzeitig Hilfe holen. Der Besuch bei einem Zahnarzt oder einer Zahnärztin, der bzw. die auf die Behandlung von Angstpatienten und -patientinnen spezialisiert ist, ist dabei ein besonders wichtiger Schritt.


Selbsthilfe bei Zahnarztphobie

Nur selten entsteht Angst über Nacht – meist handelt es sich um einen langwierigen Prozess, bei dem nach und nach mehr Furcht vor einer bestimmten Situation entsteht. Wichtig ist, zunächst eine positive Atmosphäre für sich zu schaffen. Hilfreich können Atemübungen sein, die im Sinne des Biofeedbacks die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper lenken. Auch kann es praktisch sein, eine Praxis zunächst vor Ort zu begutachten, bevor tatsächlich eine Behandlung erfolgt. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, sich Routinen zu schaffen. Wer halbjährlich zur Vorsorgeuntersuchung geht und eine professionelle Zahnreinigung in Anspruch nimmt, gewöhnt sich mit der Zeit an die Arztbesuche.


Mit Beruhigungsmitteln den Fuß in die Tür kriegen

An sich zu arbeiten, ist wichtig. Doch manchmal ist akute Soforthilfe nötig – z. B., wenn eine dringende Zahn-OP ansteht. In diesem Fall, oder auch begleitend zu den bisher besprochenen Maßnahmen, können Betroffene auch auf Beruhigungsmittel setzen. Sie werden im Vorgespräch ärztlich verschrieben und sollten etwa eine Stunde von der Behandlung eingenommen werden. Beispielsweise Diazepam oder Dormicum sorgen dafür, dass Sie der anstehenden Behandlung viel entspannter entgegensehen.


Das Wichtigste: Vertrauen

Neben allen aufgeführten Mitteln und Methoden sollten wir das Wichtigste nicht aus den Augen verlieren: Ein echtes Vertrauensverhältnis zwischen allen Mitarbeitenden der zahnärztlichen Praxis und Patient bzw. Patientin ist der Grundstein für einen angstfreien Zahnarztbesuch. Denn nur wer sich verstanden und sicher fühlt, bringt die Fähigkeit auf, sich zu entspannen und sich vertrauensvoll in qualifizierte Hände zu begeben.

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